Mousse - Moosgummi

Moosgummi - Was ist das?

Moosgummi (Mousse) ist, einfach gesagt, eine mit Gas aufgeschäumte Gummiart. Damit das Gas bei Verformung nicht so schnell entweicht, wird ein geschlossen-poriges Material verwendet und die Oberfläche verdichtet. Dieser ringförmige "Schaumgummireifen" wird nun bei Gelände-Wettbewerbs-Motorrädern anstelle des Schlauches in dem Reifen montiert. Der Druck entspricht je nach Moussetyp, Reifengröße und Felgenbreite ca. 0,7 bar. Mousse haben keine Straßenzulassung! Vorteil: Nie wieder Plattfuss!

Bei entsprechender Pflege kann ein Mousse lange gefahren werden. Hier ein paar Tips:


Moosgummi - Montageanleitung

Sie brauchen: 4 Montiereisen, 3 breite Schraubendreher, Silicone-Gel und Seifenpaste oder Seifenlauge.

1.) Den neuen Reifen innen gleichmässig und nicht zu dünn mit Silicone-Gel einpinseln. Am Rand des Reifens ca. 1 cm frei lassen.

2.) Den Reifen hochkant stellen und von oben belasten. Der Reifen weitet sich unten. An der Stelle Mousse vorsichtig mit dem Fuss hineindrücken. Den Reifen unter Last weiterdrehen und dabei das Mousse weiter eindrücken, bis es komplett im Reifen sitzt.

3.) Das Mousse nun an der offenen Innenseite ebenfalls gleichmässig komplett mit Silicone-Gel einpinseln. ACHTUNG: Nicht die äusseren Ränder des Reifens mit einpinseln!

4.) Die Ränder des Reifens mit Seifenpaste einpinseln.

5.) Das Felgenband gegen 2 Lagen Gewebeklebeband austauschen. Die Felge flach hinlegen (am besten auf Montagebock) und den Reifen auf die Felge legen. Den Reifen schon passend hinter den Reifenhalter setzen und mit der Hand so weit wie möglich den unteren Reifenrand über das obere Felgenhorn drücken. Den letzten Rest vorsichtig mit Montiereisen drücken, bis der erste Reifenrand komplett über das Felgenhorn gezogen ist.

6.) Mit den Händen den Reifen weiter auf die Felge drücken, bis das Mousse ebenfalls im Felgenbett sitzt.

7.) Nun mit 4 Montiereisen gegenüber vom Reifenhalter anfangen, den oberen Reifenrand in die Felge zu drücken. Zwischen den Montiereisen die Schraubendreher vorsichtig zwischen Felgenhorn und eingedrückten Reifenrand stecken. Auf diesen rutscht der Reifen später ins Felgentiefbett. ACHTUNG: Mit den Schraubendrehern nicht das Mousse beschädigen!

8.) Mit Montiereisen abwechselnd rechts- und links von den Schraubendrehern den Reifenrand weiter um das Felgenhorn drücken. Hebelabstände dabei stetig verringern. Bei den letzten 20 cm mehrere Montiereisen zwischen Felgenhorn und Reifen stecken und allmählich der Reihe nach umlegen. ACHTUNG: Auf dem letzten Ende steigt die Spannung im Reifenrand extrem! Nicht mit Gewalt arbeiten, da der Kern im Rand sonst brechen kann!

9.) Sollte der Reifen nun noch nicht mit beiden Kernen richtig im Felgensitz liegen, kann man mit einem Blindventilstutzen die Felge an der unbenutzten Ventilbohrung mit Druckluft beaufschlagen, bis der Reifen perfekt sitzt.

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